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2017/06/29 - 05:50

Oktavheft E (I, 22)

Sie stand beim Fenster und sah auf die stille Gasse hinunter. Hinter ihr im kleinen Zimmer lag angezogen auf dem Bett ihr Mann und schlief. Ein Nachbar kam herein, blickte sich um und gieng wieder. Als unten auf der Gasse die Laternen angezündet wurden, verließ sie das Fenster und begann die Vorbereitungen zum Kaffeekochen

Ein elendes Fuhrwerk selbst auf den vom Elend überfüllten Landstraßen. Großmutter Mutter und drei Kinder lagen im Stroh unter dem niedrigen Wagendach. Der Vater mit einem vierten Kind zur Linken und den Zügeln in der Rechten lenkte das vorwärtsschwankende Pferd. Als sie zum Stadttor kamen

A. Was quält Dich so?

B. Alles ist mir unverständlich. Ich verstehe nichts.

Ich könnte sehr zufrieden sein. Ich bin Beamter beim Magistrat. Wie schön ist es Beamter beim Magistrat zu sein. Wenig Arbeit, genügender Gehalt, viel freie Zeit, übermäßiges Ansehen überall in der Stadt. Stelle ich mir die Situation eines Magistratsbeamten scharf vor, beneide ich ihn unweigerlich. Und nun bin ich es, bin Magistratsbeamter, – und wollte wenn ich könnte, diese ganze Würde der Bureaukatze zum Auffressen geben, die jeden Vormittag von Zimmer zu Zimmer wandert, um die Reste des Gabelfrühstücks einzusammeln

Ich weiß keinen Ausweg

Tiefer kann ich

Falls ich in nächster Zeit sterben oder gänzlich lebensunfähig werden sollte – diese Möglichkeit ist groß da ich in den letzten zwei Nächten starken Bluthusten hatte – so darf ich sagen, daß ich mich selbst zerrissen habe. Wenn mein Vater früher in wilden aber leeren Drohungen zu sagen pflegte: Ich zerreiße Dich wie einen Fisch – tatsächlich berührte er mich nicht mit einem Finger – so verwirklicht sich jetzt die Drohung von ihm unabhängig. Die Welt – F. ist nur ihr Repräsentant – und mein Ich zerreißen in unlösbarem Widerstreit meinen Körper.

Glaubst Du? Ich weiß nicht.

Ich sollte in der großen Stadt studieren. Die Tante erwartete mich auf dem Bahnhof. Einmal als ich mit dem Vater zu Besuch in der Stadt gewesen war, hatte ich sie gesehn. Ich erkannte sie jetzt kaum.

Eine Fratze oben in der Ventilatoröffnung

Hilf mir! Hilf Dir selbst

Du verläßt mich? Ja

Was habe ich Dir getan? Nichts

K. Still. Heute fange ich an. Du hast mir sieben Jahre gedient. Gut bezahlt bist Du worden, mit Geschenken reichlich ausgestattet. Hast auch eine Seevilla. Nun das ist wohl hinreichend, wenn ich auch, am wenigsten in diesem Augenblick Deine Leistungen etwa zurücksetzen will. Keineswegs; sie waren gut. Ebendeshalb lasse ich Dir heute, da ich Dich entlasse, noch tausend Goldgulden auszahlen. Hast Du etwas einzuwenden?

N. Entlassen?

K. Ja ja, über diesen Punkt mußt Du hinweggehen. Ich entlasse Dich eben. Bin Deiner überdrüssig. Du langweilst mich, nicht viel, aber doch ein wenig. Und da man soviel Langweile von allen anderen Menschen ausstehen muß, aber gerade beim Narren dazu doch wirklich nicht streng ist – darum also.

N. So grausam!?

K. Ja. Oder doch nicht. Du bist wie ich sagte jetzt von mir ausgestoßen. Stimmst Du mit mir nicht überein und findest Dich unterhaltend, so

Du Rabe, sagte ich, Du alter Unglücksrabe, was tust Du immerfort auf meinem Weg. Wohin ich gehe, sitzt Du und sträubst die paar Federn. Lästig!

Ja, sagte er und gieng mit gesenktem Kopf vor mir auf und ab wie ein Lehrer beim Vortrag, es ist richtig, es ist mir selbst schon fast unbehaglich. Warum frage ich mich

Der Wald und der Fluß – so schwammen sie an mir vorüber, während ich im Wasser schwamm

Laß mich doch!

Wohin willst Du?

Sie warten draußen.

Wer wartet?

Ich weiß nicht.

Du hast also gelogen.

Nein.

Endlich war er in die Stadt gekommen, in der er studieren sollte. Ein Zimmer war gefunden, der Koffer ausgepackt, ein Landsmann, der hier schon längere Zeit wohnte, führte ihn durch die Straßen. Ganz zufällig erhoben sich etwa am Ende einer seitwärts sich öffnenden Straße berühmte in allen Schulbüchern abgebildete Merkwürdigkeiten. Er schnappte nach Luft bei dem Anblick, der Landsmann winkte nur mit dem Arm hinüber

Du alter Hallunke, wie wäre es wenn, wenn wir hier einmal

Ordnung schaffen?

Nein nein, dagegen würde ich mich sehr wehren.

Daran zweifle ich nicht. Trotzdem wirst Du beseitigt werden

müssen.

Ich werde meine Verwandten holen.

Auch das habe ich erwartet. Auch sie wird man gegen die

Wand werfen müssen.

Woher kommst Du?

Laß mich.

Du machst es Dir zu leicht. So dürfen Landstreicher nicht

reden. Wir hier haben ein Recht danach zu fragen, was für

Leute es sind, die sich bei uns ausruhn wollen.

Ich bin Herakles.

Merkwürdiger Name, den Du Dir zulegst. Umso wichtiger

ist es jetzt für mich zu erfahren woher Du bist.

Langweiliger Frager, weißt Du nicht, wer Herakles ist.

Ihr Seligen! Der große Halbgott Herakles bist Du? Nur noch

das eine Wort!

Ja:

Stille.

Kennen Sie den Parkwächter?

Ja gewiß.

Glauben Sie nicht auch, daß er verrückt ist?

Was immer es auch sei, was mich zwischen den zwei Mühlsteinen, die mich sonst zerreiben, hervorzieht, empfinde ich, vorausgesetzt daß es nicht allzu großen körperlichen Schmerz mit sich bringt, als Wohltat.

gerecht aber grob

Der Traum von der kranken Frau, der ich im Krankenwagen diene und die mich auf meine Bitte prügelt.

Die kleine Veranda platt in die Sonne gelegt, das Wehr rauscht friedlich und immerfort.

Nichts hält mich.

Türen und Fenster auf

Straßen weit und leer

K. war ein großer Taschenspieler. Sein Programm war ein wenig einförmig aber infolge der Zweifellosigkeit der Leistung immer wieder anziehend. An die Vorstellung, in der ich ihn zum erstenmale sah, erinnere ich mich trotzdem es schon zwanzig Jahre her ist und ich damals ein ganz kleiner Junge war, natürlich noch ganz genau. Er kam in unser kleines Städtchen ohne vorherige Ankündigung und veranstaltete die Vorstellung gleich abend am Tage seiner Ankunft. Im großen Speisezimmer unseres Hotels war um einen Tisch in der Mitte ein wenig freier Raum gelassen, – das war die ganze teatralische Vorbereitung. Meiner Erinnerung nach war der Saal überfüllt, nun erscheint einem Kind jeder Raum überfüllt, wo einige Lichter brennen, Stimmengewirr von Erwachsenen zu hören ist, ein Kellner hin- und herläuft und dergleichen, ich wußte auch nicht warum zu dieser offenbar übereilten Vorstellung viele Leute hätten gekommen sein sollen, immerhin spielt natürlich in meiner Erinnerung diese vermeintliche Überfüllung des Saales bei dem ganzen Eindruck, den ich von der Vorstellung hatte, gewiß entscheidend mit.

Was ich berühre, zerfällt

Das Trauerjahr war vorüber

Die Flügel der Vögel waren schlaff.

Der Mond entblößte sich in kühlen Nächten

Mandel und Ölbaum waren längst gereift

Die Wohltat der Jahre

Der Mauteinnehmer

Er saß über seinen Rechnungen. Große Kolonnen. Manchmal wandte er sich von ihnen ab und legte das Gesicht in die Hand. Was ergab sich aus den Rechnungen? Trübe, trübe Rechnung

Warum willst Du

Gestern war ich zum erstenmal in den Direktionskanzleien. Unsere Nachtschicht hat mich zum Vertrauensmann gewählt und da die Konstruktion und Füllung unserer Lampen unzulänglich ist, sollte ich dort auf die Abschaffung dieser Mißstände dringen. Man zeigte mir das zuständige Bureau, ich klopfte an und trat ein. Ein zarter junger Mann, sehr bleich, lächelte mir von seinem großen Schreibtisch entgegen. Viel, überviel nickte er mit dem Kopf. Ich wußte nicht ob ich mich setzen sollte, es war dort zwar ein Sessel bereit, aber ich dachte, bei meinem ersten Besuch müsse ich mich vielleicht nicht gleich setzen, und so erzählte ich die Geschichte stehend. Gerade durch diese Bescheidenheit verursachte ich aber dem jungen Mann offenbar Schwierigkeiten, denn er mußte das Gesicht zu mir herum und aufwärts drehn, falls er nicht seinen Sessel umstellen wollte und das wollte er nicht. Andererseits aber brachte er auch den Hals trotz aller Bereitwilligkeit nicht ganz herum und blickte deshalb während meiner Erzählung auf halbem Wege schief zur Zimmerdecke hinauf, ich unwillkürlich ihm nach. Als ich fertig war stand er langsam auf, klopfte mir auf die Schultern, sagte: So, so – so so, und schob mich in das Nebenzimmer, wo ein Herr mit wildwachsendem großen Bart uns offenbar erwartet hatte, denn auf seinem Tisch war keine Spur irgendeiner Arbeit zu sehn, dagegen führte eine offene Glastür zu einem kleinen Gärtchen mit Blumen und Sträuchern in Fülle. Eine kleine Information aus paar Worten bestehend, vom jungen Mann ihm zugeflüstert genügt dem Herrn um unsere vielfachen Beschwerden zu erfassen. Sofort stand er auf und sagte: Also mein lieber – er stockte, ich glaubte, er wolle meinen Namen wissen und ich machte deshalb schon den Mund auf, um mich neuerlich vorzustellen, aber er fuhr mir dazwischen: Ja, ja, es ist gut, es ist gut, ich kenne Dich sehr genau – also Deine oder Euere Bitte ist gewiß berechtigt, ich und die Herren von der Direktion sind die letzten, die das nicht einsehen würden. Das Wohl der Leute, glaube mir, liegt uns mehr am Herzen als das Wohl des Werkes. Warum auch nicht Das Werk kann aber wieder neu errichtet werden, es kostet nur Geld, zum Teufel mit dem Geld, geht aber ein Mensch zugrunde, so geht eben ein Mensch zugrunde, es bleibt die Witwe, die Kinder. Ach Du liebe Güte! Darum ist also jeder Vorschlag neue Sicherung, neue Erleichterung, neue Bequemlichkeit und Luxuriositäten einzuführen, uns hochwillkommen. Wer damit kommt, ist unser Mann. Du läßt uns also Deine Anregungen hier, wir werden sie genau prüfen, sollte noch irgendeine kleine blendende Neuigkeit angeheftet werden können, werden wir sie gewiß nicht unterschlagen und bis alles fertig ist, bekommt Ihr die neuen Lampen. Das aber sage Deinen Leuten unten: Solange wir nicht aus Euerem Stollen einen Salon gemacht haben, werden wir hier nicht ruhn und wenn Ihr nicht schließlich in Lackstiefeln umkommt, dann überhaupt nicht. Und damit schön empfohlen!

Es war eine sehr große Gesellschaft und ich kannte niemanden. Ich nahm mir deshalb vor, zunächst ganz still zu sein, langsam diejenigen herauszufinden, denen ich mich am besten nähern könne, und dann mit ihrer Hilfe in die übrige Gesellschaft mich einzufügen. Das einfenstrige Zimmer war klein genug, aber es waren an zwanzig Menschen hier. Ich stand beim offenen Fenster, folgte dem Beispiel der andern die sich von einem Seitentischchen Zigaretten zu holen pflegten und rauchte in Ruhe. Leider verstand ich trotz aller Aufmerksamkeit nicht wovon gesprochen wurde. Einmal wurde so schien mir von einem Mann und zwei Frauen gesprochen, dann wieder von einer Frau und zwei Männern, da aber immer von den gleichen drei Personen gesprochen wurde, konnte es nur an meiner Schwerfälligkeit liegen, daß ich schon mit den Personen, die zur Debatte standen, nicht zurecht kam, um wieviel weniger natürlich mit der Geschichte dieser Personen. Es war, dies schien mir über allem Zweifel, die Frage aufgeworfen, ob das Verhalten dieser drei Personen oder wenigstens einer dieser drei Personen moralisch zu billigen war oder nicht. Über die Geschichte selbst, die allen bekannt war, wurde im Zusammenhang nicht mehr gesprochen.

Abend am Fluß. Ein Kahn im Wasser. In Wolken untergehende Sonne

Er fiel vor mir nieder. Ich sage Euch er fiel so nahe vor mir nieder, wie dieser Tisch an den ich mich drücke mir nahe ist. Bist Du wahnsinnig? schrie ich. Es war längst nach Mitternacht, ich kam aus einer Gesellschaft, hatte Lust noch ein wenig allein zu gehen und nun war dieser Mann vor mich hingestürzt. Heben konnte ich den Riesen nicht, liegen lassen wollte ich ihn auch nicht, in dieser einsamen Gegend, wo weit und breit niemand zu sehen war.

Ich habe drei Hunde: Halt ihn, Faß ihn und Nimmermehr. Halt ihn und Faß ihn sind gewöhnliche kleine Rattler und niemand würde auf sie aufmerksam werden, wenn sie allein wären, aber da ist noch Nimmermehr. Nimmermehr ist eine Bastarddogge und sieht so aus wie es sich wohl bei sorgfältigster jahrhundertelanger Züchtung nicht hätte erzielen lassen. Nimmermehr ist ein Zigeuner,

Träume fluteten über mich hin, ich lag müde und hoffnungslos in meinem Bett

Ich lag krank. Weil es eine schwere Krankheit war, hatte man die Strohsäcke meiner zwei Zimmergenossen hinausgeschafft und ich war Tage und Nächte allein.

Ich war sehr schwer krank und da ich keinen Krankenbesuch bekam, lassen sich zuerst jene Krankenbesuche, die ich sehr gern verhindert hätte, wenn es in meiner Macht gestanden wäre

Solange ich gesund gewesen war, hatte sich niemand um mich gekümmert. Das war mir ja im allgemeinen ganz recht, ich will nicht jetzt nachträglich darüber zu klagen anfangen, ich will nur den Unterschied hervorheben: Sobald ich krank wurde begannen die Krankenbesuche, finden fast ununterbrochen statt und haben bis heute nicht aufgehört.

Hoffnungslos fuhr in einem kleinen Boot um das Kap der Guten Hoffnung. Es war früh am Morgen, ein kräftiger Wind blies, Hoffnungslos steckte ein kleines Segel auf und lehnte sich friedlich zurück. Was sollte er fürchten im kleinen Boot, das mit seinem winzigen Tiefgang über alle Riffe dieser gefährlichen Gewässer mit der Gewandtheit eines lebendigen Wesens glitt.

Das Leben eines armen Studenten ist so schwer,

Alle meine freien Stunden – es sind an sich sehr viele, aber allzuviele muß ich gegen meinen Willen verschlafen, um den Hunger zu ertragen –

Alle meine freien Stunden verbringe ich mit Nimmermehr. Auf einem Ruhebett a la Madame Recamier, wie dieses Möbel in meine Mansarde heraufgekommen ist weiß ich nicht, vielleicht wollte es in eine Rumpelkammer und blieb schon zu sehr hergenommen, in meinem Zimmer.

Nimmermehr ist der Meinung, daß es so nicht mehr weitergienge und irgendein Ausweg gefunden werden müsse. Auch ich bin im Grunde dieser Meinung, aber ihm gegenüber tue ich anders. Er lauft im Zimmer auf und ab, springt manchmal auf den Sessel, zerrt mit den Zähnen an dem Wurststückchen, das ich ihm hingelegt habe, schnippt es endlich mit der Pfote mir zu und beginnt wieder seinen Rundlauf

A. Das was Sie sich vorgenommen haben, ist wie man es auch ansehn mag, ein schwieriges Unternehmen. Es gibt natürlich noch schwierigere. Den Montblanc zu besteigen ist schwieriger. Aber immerhin es gehört zu Ihrer Sache viel Kraft. Die fühlen Sie in sich?

B. Nein. Das darf ich nicht sagen. Ich fühle in mir Leere aber keine Kraft.

A. Das was Sie sich vorgenommen haben, ist, von welcher Seite man es auch ansehn mag ein sehr schwieriges und gefährliches Unternehmen. Allerdings soll man es auch nicht überschätzen, denn es gibt noch schwierigere und gefährlichere. Und vielleicht gerade dort wo man es nicht vermutet und wo man deshalb ganz harmlos und ungerüstet ans Werk geht. Das ist tatsächlich meine Meinung, womit ich Sie aber natürlich weder von Ihren Plänen abhalten noch diese Pläne heruntersetzen will. Keineswegs. Ihre Sache erfordert unzweifelhaft viel Kraft und ist des Kraftaufwandes wirklich auch wert. Ja fühlen Sie aber eigentlich diese Kraft in sich?

Ich ritt durch das Südtor ein. Gleich am Tor angebaut ist eine große Herberge, dort wollte ich übernachten. Ich führte meinen Maulesel in den Stall, der von Reittieren schon fast überfüllt war, aber ich fand doch noch ein sicheres Plätzchen. Dann stieg ich hinauf in eine der Loggien, breitete meine Decke aus und legte mich schlafen

Sehr geehrter Herr Rotpeter,

ich habe den Bericht den Sie für unsere Akademie der Wissenschaften geschrieben haben mit großem Interesse, ja mit Herzklopfen gelesen. Kein Wunder, bin ich doch Ihr erster Lehrer gewesen, für den Sie so freundliche Worte der Erinnerung gefunden haben. Vielleicht hätte es sich bei einiger Überlegung vermeiden lassen, meinen Sanatoriumsaufenthalt zu erwähnen, doch erkenne ich an, daß Ihr ganzer Bericht in seinem ihn so auszeichnenden Freimuth auch die kleine Einzelnheit, trotzdem sie mich ein wenig kompromittiert, nicht unterdrücken durfte, wenn sie Ihnen einmal bei der Niederschrift zufällig eingefallen war. Doch davon wollte ich eigentlich hier nicht reden, es geht mir um anderes.

Nutzlos hingegangen! und drüben standen die zwei Trauergäste,

Nur die Nacht ist die Zeit der eindringenden Dressur.

Süße Schlange, warum bleibst Du so fern, komm näher, noch näher, genug, nicht weiter, dort bleib. Ach für Dich gibt es keine Grenzen. Wie soll ich zur Herrschaft über Dich kommen, wenn Du keine Grenzen anerkennst. Es wird schwere Arbeit sein. Ich beginne damit daß ich Dich bitte Dich zusammenzuringeln. Zusammenringeln sagte ich und Du streckst Dich. Verstehst Du mich denn nicht Du verstehst mich nicht. Ich rede doch sehr verständlich: Zusammenringeln! Nein Du faßt es nicht. Ich zeige es Dir also hier mit dem Stab. Zuerst mußt Du einen großen Kreis beschreiben, dann im Innern eng an ihn anschließend einen zweiten und so fort. Hältst Du dann schließlich noch das Köpfchen hoch, so senk es langsam nach der Melodie der Flöte die ich später blasen werde und verstumme ich, so sei auch Du still geworden mit dem Kopf im innersten Kreis.

Ich wurde zu meinem Pferd geführt, ich war aber noch sehr schwach. Ich sah das schlanke im Fieber des Lebens zitternde Tier

Das ist nicht mein Pferd, sagte ich, als mir der Knecht des Gasthofes am Morgen ein Pferd vorführte. Ihr Pferd war heute nacht das einzige in unserem Stall, sagte der Knecht und sah mich lächelnd oder wenn ich es so wollte trotzig lächelnd an. Nein, sagte ich, das ist nicht mein Pferd. Der Fellsack entsank meinen Händen, ich wandte mich und gieng in das eben erst verlassene Zimmer hinauf.

A. War er hier?

B. Eben ist er fortgegangen.

A. Ich ahnte es. Wie war er gekleidet?

B. Hellgrauer Anzug, recht gewöhnlich. Eine goldene Uhrkette quer über die Weste.

A. Wie war er gelaunt?

B. Es ließ sich auf nichts Besonderes schließen. Wir sprachen über Geschäfte.

A. Wohin ist er gegangen?

B. Er sagte, er müsse zur Bank.

A. Besten besten Dank.

B. Dank?

A. geht

B. ordnet noch einiges im Zimmer.

Dienstmann: Sie sind da.

B. Bitte.

Braut, V. M. B.

B. Herzlich, herzlich willkommen

Die Gräfin ist photographiert worden, sie steht mit ihrer Tochter und ihrem Sohn auf dem großen Rasenplatz vor dem Schloß


Revision: 2011/01/08 - 00:18 - © Mauro Nervi




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