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2017/12/17 - 13:00

"Die Reise…" (II, 24)

Die Reise, ich weiß es nicht

Sie schläft. Ich wecke sie nicht. Warum weckst Du sie nicht

Es ist mein Unglück und mein Glück. Ich bin unglücklich, daß ich sie nicht wecken kann, daß ich nicht aufsetzen kann den Fuß auf die brennende Türschwelle ihres Hauses, daß ich nicht den Weg kenne zu ihrem Hause, daß ich nicht die Richtung kenne in welcher der Weg liegt, daß ich mich immer weiter von ihr entferne, kraftlos wie das Blatt im Herbstwind sich von seinem Baume entfernt und überdies: ich war niemals an diesem Baume, im Herbstwind ein Blatt, aber von keinem Baum. Ich bin glücklich, daß ich sie nicht wecken kann. Was täte ich wenn sie sich erhöbe, wenn sie aufstehen würde von ihrem Lager, wenn ich aufstehen würde von dem Lager, der Löwe von seinem Lager und mein Gebrüll einbrechen würde in mein ängstliches Gehör

Ich fragte einen Wanderer den ich auf der Landstraße traf ob hinter den sieben Meeren, die sieben Wüsten wären und hinter ihnen die sieben Berge, auf dem siebenten Berge das Schloß und o

Das Klettern Senait Es war ein Eichhörnchen, es war ein Eichhörnchen, eine wilde Nuß-Aufknackerin, Springerin, Kletterin und ihr buschiger Schwanz war berühmt in den Wäldern. Dieses Eichhörnchen, dieses Eichhörnchen war immer auf der Reise, immer auf der Suche, es konnte nichts darüber sagen, nicht weil ihm die Rede fehlte, aber es hatte nicht die allergeringste Zeit.


Revision: 2011/01/08 - 00:18 - © Mauro Nervi